Strom

Den Übergang zu einem von erneuerbaren Energien dominierten Energiesystem erleichtern

Chancen

Die Stromerzeugung ist der Sektor in Europa, der den höchsten CO2-Ausstoß verursacht. Wird die Stromproduktion dekarbonisiert, hat sie das Potenzial, zum Motor einer klimafreundlichen Wirtschaft zu werden. Nur wenn man den Hebel bei der Stromerzeugung ansetzt, wird Europa seine Klimaziele erreichen. Deshalb ist die EU-weite Umstellung auf ein Stromversorgungssystem mit geringen CO2-Emissionen ein entscheidender Teil der Arbeit der European Climate Foundation (ECF).

Gemeinsam mit den Kollegen aus dem Effizienz- und Verkehrsbereich befassen wir uns als Team in einem integrierten Ansatz mit der Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung und der Integration verschiedener erneuerbarer Energiequellen in Elektrofahrzeugen. Dieser Ansatz erlaubt Synergien zu schaffen, die Kosten reduzieren und eine systematische und tiefgreifende Dekarbonisierung vorantreiben.

Um damit Erfolg zu haben, muss den EU-Mitgliedstaaten vermittelt werden, welche Strategien zu stabilen Preisen führen und welche Rahmenbedingungen bei Markt und Netzen für eine nachhaltige Industrie im Bereich der erneuerbaren Energieträger sorgen. Ziel ist es, ein Stromnetz aufzubauen, das verlässlich funktioniert und in erster Linie mit erneuerbaren Energiequellen betrieben wird.

Herausforderungen

Die Roadmap 2050 der ECF legt dar, dass der Stromsektor dekarbonisiert werden muss (95-100 %), um bis 2050 in der gesamten europäischen Wirtschaft eine Emissionsreduktion um 80-95 % zu erreichen. Diese Vorgaben basieren auf dem technischen Minderungspotenzial von Emissionen innerhalb jedes Sektors (Elektrizität, Straßenverkehr, Luft- und Schiffsverkehr, Industrie, Gebäude, Müllentsorgung, Land- und Forstwirtschaft), verglichen mit dem Emissionsniveau von 1990, das als Richtwert dient.

Das Strom-Programm der ECF zielt darauf ab, bei der Dekarbonisierung der Stromproduktion in Europa bis 2050 voranzubringen, indem Kohlestrom durch Strom aus erneuerbaren und flexiblen emissionsarmen Quellen ersetzt wird. Dazu bedarf es Strategien, die in den kommenden zwei Jahrzehnten zu bedeutenden Investitionen in Erzeugerkapazitäten und Netze der neuen Generation ermutigen. Heute sind kohlebefeuerte Kraftwerke für 80 % der Emissionen im EU-Stromsektor verantwortlich. Deshalb besteht die dringende Notwendigkeit, sich systematisch sowohl der neuen, als auch der existierenden Stromerzeugung aus Kohle zu stellen, um die langfristigen EU-Ziele zum Klimaschutz erreichen zu können.

Herangehensweise

  • Das Energieunion-Cluster. Gemäß unserem wegweisenden Projekt „Roadmap 2050“ besteht die größte Herausforderung für Europa darin, wie man die Energieunion Realität in Politik und Investitionen werden lässt. Schlüsselorganisationen wie Third Generation Environmentalism (E3G), das Cambridge Institute for Sustainability Leadership, Agora Energiewende und das Regulatory Assistance Project helfen dabei, unser Projekt voranzubringen.
  • Agora Energiewende. Von der ECF und der Stiftung Mercator wurde in Deutschland die Agora Energiewende gegründet, ein Forum, in dem der Übergang zu einer Energieversorgung, die maßgeblich auf Erneuerbaren basiert, diskutiert und bewertet wird.
  • The Forum for Energy Analysis (FAE). Polen steht am Scheideweg. Man verfügt über einen dramatisch alternden Kraftwerkspark, ist weitgehend von Kohle abhängig und in der Bevölkerung steigt die Sorge über Luftqualität und Umweltverschmutzung. FAE steht in ständigem Dialog mit dem Energiesektor, um eine übergreifende Analyse zu erstellen, die CO2-arme und kosteneffiziente Entwicklungspfade fördert.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an power@europeanclimate.org.